Leben und Werk

Frühere Programme

Das alte Programm (Premiere am 12.10.2007):

„Krämer bei Nacht“

Schlaflieder zum Wachbleiben und Gutenachtgeschichten mit Heimsuchungspotenzial von und mit Sebastian Krämer

Kennen Sie schon Sebastian Krämer, den „Sprachartisten und Ausdrucksgourmet“ (Hannoversche Allgemeine Zeitung), „Giganten am Klavier“ (Mainzer Rheinzeitung) „begnadeten Blödler“ (Stuttgarter Zeitung), „Meister des Understatements und des Hintersinns“ (Bonner Rundschau), den „süßlich-bösartigen ‚Dada-Chansonnier’“, (Ludwigsburger Kreiszeitung), „einen der pointiert bissigsten Liedermacher“ (Melodie & Rhythmus), außerdem doppelten Deutschen Poetry-Slammeister, Gewinner mehrerer bundesweiter Chansonpreise und Gründer des legendären „Fördervereins für Genie und Wahnsinn“ in Berlin?

Nun, was Sie auch bisher von Sebastian Krämer gelesen oder gehört haben mögen über die Verzichtbarkeit von Jongleuren, den Schleuderwaschgang bei Hamstern oder Blumenkübel und Lyrik – es war nur seine Sonnenseite.
Krämer bei Nacht ist noch krämiger, süffiger, schräger, düsterer, manchmal entsetzlich schwermütig und dabei durchweg bedingungslos heiter.

Unterdessen tritt so manche erstaunliche Erkenntnis zu Tage:

Nacht ist keine Frage der Uhrzeit, streng genommen ist sie im Tagesplan gar nicht vorgesehen, und: Um sich um den Schlaf zu bringen, muß man nicht erst an Deutschland denken.

Krämer bei Nacht ist Ruhestörung für gehobene Ansprüche.

Da geht es um DJs, die nur Bruckner spielen, wandernde Fensterkreuzschatten, von bösen Stimmen verfolgte Busfahrer und den Arbeitsalltag eines Drachentöters.

Eine musikalisch-literarische Geisterbahnfahrt voller moderner Schauerballaden, erotischer Begegnungen und Einblicke in die Arbeit am Drehbuch zu einem brüllend komischen Horrorfilm.

Damit Sie am Ende des Abends wissen, was Sie auf dem Nachhauseweg erwartet …

Das alte Programm (Premiere 22.9.05 Polittbüro, Hamburg):

„Sebastian Krämers Schule der Leidenschaft“

Musikalisch-literarisches Entertainment

An neuem vertontem Gedankengut fehlt es dem allerorts bestaunten „Freund großer Worte“ selten, und so hat der doppelte deutsche Meister im Poetry-Slam und 1. Preisträger des Bundeswettbewerbs für Gesang (2003) in seiner neuen abendfüllenden Show wieder lauter Klassiker von morgen dabei, Lieder, Gedichte und Erzählungen, von denen unsere Kinder einmal sagen werden: „Hör mir uff mit dem Krempel, dit kenn wa doch!“ Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit …

Tückisch, hinterhältig und böse – das sind ja heutzutage alle. Hier kommt der Kabarettist, der eine allzu Gemeinheiten-geile Zuhörerschaft auch gern mal mit Liebheit brüskiert. Die Liebe an sich ist ja gemein genug. Und die kommt reichlich zu Wort: in gesprochenen Lovesongs und gesungenen Liebesgeschichten, im schonungslosen Monolog der Hoffnung und in der ungeduldigen Beschwörung säumiger Himmelskörper.
Folgen Sie Sebastian Krämer auf seinen Hypotaxen der Lust. Dabei lernt man ganz nebenbei, zu steppen wie der Mond, zu parken wie ein Gnom und zu denken wie ein Blumenkübel. Wahrscheinlich hüpfen die Inhalte seiner melodramatischen Studien – Grottenolme, Jongleure, Napoleon, ReiseZentren und natürlich der Sonnenuntergang am Strand von Frankfurt (Oder) – deshalb so ungeniert durcheinander, weil es Krämer bei all dem insgeheim doch immer nur um die Leidenschaft geht, die in Wahrheit gar keine Gegenstände kennt, sondern nur: lauter Lehrmeister …

Das Berliner Stadtmagazin Zitty nannte ihn kürzlich den einzig rechtmäßigen Erben Friedrich Holländers. Die Mainzer Rheinzeitung bezeichnete ihn als „Gigant am Klavier“, die Berliner Zeitung bereits 1997 liebevoll als „Psychopath“. Marc Kelly Smith, der Begründer des Poetry-Slam und eine wandelnde Legende unter den Bühnen-Dichtern, ließ sich nach einem Auftritt von Sebastian Krämer in diesem Jahr zu der Äußerung hinreißen: „The best performance, I’ve ever seen in Europe“. Und ein Rezensent der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung widmete im vergangenen März seinen Artikel über einen Abend, den sich fünf gestandene Kabarettisten und Komiker teilten, vor lauter Begeisterung fast ausschließlich einem einzigen Lied von Sebastian Krämer. Da heißt es unter anderem: Das Lied ist […] ein Jongleurlied. Eigentlich ein Antijongleurlied. Es ist das beste Lied gegen Jongleure, das es gibt. Es ist wunderbar. „Die Welt braucht keine Jongleure. Doch Jongleure brauchen die Welt“.

Krämer selbst beschreibt sein Werk bescheidener: „Wie die Stones, nur eben mit Musik!“

 

Das uralte Programm von Sebastian Krämer:

„Ein Freund großer Worte“

Sebastian Krämer singt und spricht.

„Ich möchte gerne auf dem Land sterben. Ganz idyllisch. Bei Sonnenuntergang … möchte ich von der Dorfbevölkerung gelyncht werden …“

Wie absurd die Welt erscheint, ist eine Frage der Perspektive. Wenn der Blickwinkel schräg genug ist, wird auch die glatteste Oberfläche zur kraterübersäten Mondlandschaft. Sebastian Krämer starrt so lange und gründlich auf die Dinge, bis diese nervös werden, ihre Abgründe und Risse offenbaren. Das Ergebnis sind Lieder, die harmlos beginnen und im Wahnwitz eskalieren.
Von jambischer Randale bis zur Stand-up-Novelle: Erkunden Sie paranormale Aspekte des Straßenbahnfahrens und lassen Sie sich aus erster Hand schildern, was es heißt, mit einer Giraffenphobie im Alltag zurechtzukommen …
Von diesem Mann wird immer noch und jetzt erst recht all das ausgesprochen, was zwar niemand gerne sagen möchte, aber auch niemand denkt.
Der German-International-Poetry-Slam-Champion (2001 und 2003) und selbsternannte Europameister im Strip-Maumau präsentiert zwei Stunden neueste Krämer-Dichtung.
Inbrünstig. Hypotaktisch. Hitverdächtig. Und immer den übermäßigen Quintsextakkord im Anschlag …